HS
Doing Love & Doing Gender (Blockseminar)
Samstag,
13. 6., 9 – 16 Uhr
Donnerstag,
18. 6. 18 – 20 Uhr (Vortrag: E 011)
Samstag,
20.6., 9 – 16 Uhr
Samstag,
11. 7., 9 – 16 Uhr
Seminar
(»» Programm)
Obwohl
sie gut in Stöckelschuhen gehen könnte, trägt Carla Sarkozy-Bruni,
wenn Sie ihren Gatten begleitet, bisweilen und aus Liebe flache
Ballerinas. Dies wissen wir, weil für einzelne Publikationsorgane
die mediale Inszenierung der liebes- und geschlechterkonformen
Körpergröße des ehemaligen Models als Verzicht auf die Perfektionierung
weiblicher Schönheit zu einem öffentlich inszenierten Liebesbeweis
und damit informationsrelevant wird. An diesem Beispiel wird deutlich,
wie Konzepte der Liebe und die soziokulturelle Praxis des Liebens
beziehungsweise des Praxis von intimen Beziehungen vom Wissen
über Geschlechter geprägt sind. Gleichzeitig prägen aber auch
die Liebes-Konzepte die Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit,
und deren Darstellung in öffentlichen wie privaten Texten. Liebe
und Gender („Geschlecht“) stehen somit in einer wechselseitig
spannungsvollen Interaktion, in welcher grundlegende Parameter
personaler Identität und gesellschaftlichen Zusammenlebens ausgehandelt
und definiert werden.
Im
Seminar wird es darum gehen: 1. mündliche wie schriftliche private
Äußerungen, wie auch öffentliches Reden und Schreiben über
Liebe , 2. Gespräche und schriftliche Kommunikation in
(angehenden oder bereits etablierten) Liebesbeziehungen
auf die Frage hin zu untersuchen, wie mit «Gender»
und «Liebe» operiert wird und auf welche Weise „Geschlecht“
mit „Liebe“ in verbalen wie nonverbalen Kommunikationen interagiert.
Während
des Studiums einschlägiger Literatur (13.6., 18.6.) werden
öffentliche und private Texte (Sachtexte, Werbespots, Nachrichtensendungen,
Fernsehfilme, Chats, Liebesbriefe, SMS, etc.) gemeinsam
analysiert und diskutiert. Ziel des Seminars wird es sein, einen
gemeinsamen allgemeinen Thesenkatalog zur Interaktion von Geschlecht
und Liebe zu formulieren.
(Ein
spezifischer Fokus auf Sexualität und Schule wird mit einem Workshop
„Sprache und Sexualität in der Schule“ behandelt.)
Teilnahmebedingungen:
Es
sind ausschließlich Studierende des Hauptstudiums teilnahmeberechtigt.
Voraussetzung
für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind das vorgängige Studium
der einführenden Literatur und die kooperative Mitarbeit in einer
Arbeitsgruppe (zur Vorbereitung und Durchführung eines Referats
mit anschließender Dokumentation der Diskussionen) sowie die Anfertigung
einer schriftlichen Hausarbeit.
Die
Hausarbeiten werden ausschließlich in Absprache mit der Dozentin
geschrieben und sollen bis zum 30. September abgegeben werden.
Hinweise über die Seminarthemen und eine Literaturliste zu dieser
Veranstaltung findet man auf der Webseite des Instituts für Germanistik.
Wer
am Seminar teilnehmen möchte, meldet sich per E-Mail unter folgender
Adresse an: wyss@uni-koblenz.de.
Die Zahl der TeilnehmerInnen ist begrenzt.
Literatur:
Die
Literaturliste und einige Aufsätze werden den eingeschriebenen
TeilnehmerInnen zur Vorbereitung des Seminars persönlich
abgegeben. In der Bibliothek wird zudem ein Apparat
mit einschlägiger Literatur eingerichtet.
Sprechstundentermine:
18.
Mai, 17-18 Uhr (Raum wird bekannt gegeben)
(evtl.
4. Juni, 17-18 Uhr)
12.
Juni, 17-18 Uhr
18.
Juni, 9-11 Uhr
10.
Juli, 17-18 Uhr
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