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HS
Soziolinguistik: Paarkommunikation
Mi 14-16 (E 112)
(Programm,
s. unten)
Die
kleinste soziale Gruppe ist das Paar. Allerdings gibt es sehr
unterschiedliche Paare: Liebespaare, Ehepaar, Geschwisterpaare,
Künstlerpaare etc. Die Paare sind noch Kinder, Jugendliche oder
erwachsene Frauen und Männer.
In
diesem Seminar soll die Paarkommunikation im weitesten Sinn und
in ihrer Vielfalt untersucht werden. Es fragt sich dabei nicht
nur, wie Paare sich sprachlich ausdrücken und auf ihr Paarsein
sprachlich oder nonverbal hinweisen (Intimität kommunizieren),
sondern auch wie Menschen Intimität sprachlich konstruieren und
welche Mittel und in welchen Momenten es zu Paarperfomanz kommt.
Besonders
interessant ist auch der strukturelle Aspekt des Interaktionstempos
und –rhythmus. Es stellt sich also die Frage, wann sich
ein Paar schnell und wann langsam austauscht und ob dieser Austausch
sich in einem bestimmten Rhythmus stattfindet. Kann man dann beispielswesie
sagen, dass eine bestimmte Form des Tempos und des Rhythmus in
Bezug gesetzt werden kann zu beispielsweise dem Thema, der Funktion
der Kommunikation. Oder ist es der Rhythmus selber, der die Beziehung
– und die Sprache verändert?
Im
Fokus stehen daher neben Liebesbriefen und anderen intimen Liebesbotschaften
alle zwischenmenschlichen, informellen schriftlichen wie mündlichen
Kommunikationen im privaten Rahmen sowie Kommunikation in der
Schule und am Arbeitsplatz, Gespräche beim Mittagessen oder im
Restaurant, Dialoge im Auto sowie die Kommunikation mittels der
Individualmedien wie Briefe, SMS, E-Mail und Chatkommunikation.
Es
sind ausschließlich Studierende des Hauptstudiums teilnahmeberechtigt.
Voraussetzung
für die Teilnahme am Seminar ist das vorgängige Studium der einführenden
Literatur. Bedingung für den Erwerb eines unbenoteten Leistungsnachweises
ist die Mitarbeit in einer der Arbeitsgruppen (zur Vorbereitung
und Durchführung eines Referats mit anschließender Dokumentation)
und für den benoteten Leistungsscheins ist die Anfertigung einer
schriftlichen Hausarbeit die Grundlage.
Abgabefrist
für die Dokumentation ist jeweils zwei Wochen nach der betreffenden
Sitzung. Die Themen für eine Hausarbeit werden in Absprache mit
der Dozentin festgelegt und sollen bis zum 15. August 2007 abgegeben
werden.
Wer
am Seminar teilnehmen möchte, melde sich bitte per E-Mail ( wyss@uni-koblenz.de
) an. Die Anmeldung kann ab Montag, 5. Februar, erfolgen.
Die Zahl der TeilnehmerInnen ist auf 40 Studierende begrenzt.
Einführende
Literatur:
Lenz,
Karl (2006): Soziologie der Zweierbeziehung: Eine Einführung.
Westdeutscher Verlag, Opladen.
Beginn:
Mittwoch: 18. April 2007
Programm:
(Literatur s. Link unten)
| Termin
|
Thema
/ Stichworte |
Gruppen
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| 18.4.
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Lenz
lesen und diskutieren (Theorie und Thesen zusammenstellen,
Fragen formulieren Unklarheiten diskutieren) |
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| 25.4.
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Stil
und Stilwechsel I: Anreden, Kosenamen, rite de
passage, Sprache der Beziehungsphasen |
Sandra
Mayer |
| 2.5.
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Fällt
aus – wird nachgeholt > 11.7. 12-16 Uhr |
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| 9.5.
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Sprachliche
Kommunikation von Vertrautheit: Common Ground,
Implizitheit und Sibling Code, Babysprache (auch Internet
Diaries/Blogs anschauen) |
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| 16.5.
|
Bezüge/Beziehung
herstellen: Responsivität, Sprecher-Hörer-Verschränkung,
Korrespondieren |
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| 23.5.
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Sprachliche
Formen, Schemata und Bilder des Begehrens: Kosenamen,
Liebeserklärung als Sprachhandlung, Liebesbriefe der Liebeserklärung,
Flirt-E-Mails (Beantwortungszeiten?) |
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| 30.5.
|
Pfingstwoche
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| 6.6.
|
Konzept
für die Seminararbeit ausarbeiten: Fragestellung formulieren,
Methode / Untersuchungsdesign, Korpuskonzept |
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| 13.6.
|
Ritualisierungen
der Liebeskommunikation: Kontexte/Rahmen des (romantischen)
Kommunizierens, Scripts, Themen und Tabus (Humor, Ironie)
|
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| 20.6.
|
„Alter“
und „Jugend“ (Erwachsene, Jugendliche, Kinder)
in intimer Kommunikation |
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| 27.6.
|
Geschlecht
und Liebesdiskurs |
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| 4.7.
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Stilwechsel
II: Konflikte, Streit kommunizieren, Beziehung
beenden |
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| 11.7.
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Stilwechsel
II (Fortsetzung) |
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| 18.7.
|
Schluss-Sitzung
(Flirtkommunikation, Bilinguale Paarkommunikation) |
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Literaturliste
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